Das Wetter – Beten und Hoffen

14 Tage vor dem großen Wochenende haben wir die Wetterfrösche um ihre Voraussagen gebeten. WOW! Hatten die gute Vorhersagen für uns parat. 25 Grad und nix Regen. Von Tag zu Tag wurden die Wetterberichte immer schlechter. Blieb uns nur die Hoffnung, dass die Vorhersagen eh nie eintreffen. 

Außerdem glauben wir fest dran, dass man den Wetterbericht getrost in der Pfeife rauchen kann, seit der Kachelmann im Knast hockt. 

Vorbereitung, Freitag

Am Freitag war das Wetter noch brauchbar. Wir konnten unser Pensum in lockerer Manier abspulen und brachten alles auf die Reihe. 

Ein zweiter Abschleppdienst mit Manfred Kramer jr. zur Unterstützung von Wolfram Schmidt

(den Wolfram Schmidt kennt keine Sau, aber den Schmidi kennt jeder!) war eingerichtet. 

Nach getaner Vorarbeit konnten wir uns bald mit den inzwischen schon angereisten Freunden einen gemütlichen Abend machen.

Nur der Eisi musste heim. Sein Mädel hatte am 05.09. Entbindungstermin. Also Jungs, macht euch im Dezember runter von euren Mädels, das kann zu Terminschwierigkeiten führen. 

Akkurat zwei Minuten vor Mitternacht, als wir gerade in die Schlafsäcke wollten, schepperte unser Notruftelefon. Der Ralf aus Karlsruhe war dran. (Den Ralf hatten wir auf dem Treffen in Unterdiessen kennengelernt.) Er stand mit seinem Kumpel Michi beim Aldi am Rande der Stadt und wollte wissen, wo’s weiter langgeht bis hin zu uns. 

Hello für Unwissende: Die beiden Boys fahren von Karlsruhe bis SOB ca. 270 km auf Mokicks auf Achse (Vmax-40km/h). In Kornwestheim, der Heimat von Kreidler und nur etwa 70 km von Karlsruhe entfernt, fand zeitgleich auch ein Treffen statt, aber die beiden Helden haben sich für uns entschieden! Respekt!

Noch ein Grund zum Feiern und so wurde es ausnahmsweise eine lange Nacht.  

Samstag – Los geht’s

So weit, so gut, der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns Mopedfahrern: rund um SOB und 

Richtung Franken war’s sonnig und noch trocken. In Niederbayern, Schwaben, Allgäu, Voralpenland und den Alpen pisste es ohne Ende. Sogar in Inning am Ammersee soll’s geregnet haben. Trotzdem kamen fast alle, denn es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur ungeeignete Kleidung (fucking Bundeswehr). Am Ende waren wir stolze 220 Pisten-schweine und nur der Warmduscher vom Ammersee fehlte!

Es lief alles prima. Wir hatten 5 Pannenfahrzeuge und unser Helmut konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen, als er die Mühle vom Peter auf dem Anhänger vom Pannendienst entdeckte. Hatte der Peter sich doch noch auf unserem Videodreh in Unterdiessen lustig gemacht. „Wir hatten auch einen Ausfall, unser Sauer (Helmut), bla, bla, bla….“, da hat er noch gespottet. 

Der Peter wusste da ja nicht, dass der Helmut ein schlaues Moped hatte, denn vor dem Gartenzaun, wo’s streikte; kam gleich der Hausherr herbei und fragte:“Is Benzin alle?“

„Nein, Zündung?“ „Na, was machst na jetzt?“ „A Kumpl holt me ab.“ „Magst dawei a Bierle oder an Kaffee oder Kucha?“ Fragt mal den Url  wie Klasse das war. 

Moped sprang nach der Pause wieder an und Helmut konnte auf eigener Achse wieder weiter fahren. 

Na ja, so hat der Peter also seine Strafe bekommen, Lichtgestalten verärgert man halt nicht ungestraft. Fragt mal den Warmduscher vom Ammersee, was der für ein Wetter hatte im Urlaub; ganz so, wie der Helmut ihm das gewünscht hat!

Zurück zum Treffen. Am Abend gab es eine Mopedversteigerung (hatten wir uns beim Treffen in Unterdiessen abgeschaut), wobei unser Peter als Auktionator fungierte und seine Sache wirklich gut machte. Peter sprang für seinen Bruder Eisi ein, der ausgerechnet heute stolzer Papa einer Tochter wurde. Applaus!

Der spätere Abend war trotz eines  Regenschauers ‚weltbest’. Wir brachten alle, die eigentlich noch nach Hause wollten, trocken und warm im SSV-Heim unter. Sogar für Joachim aus der Nähe vom Pforzheim haben wir noch ein schönes Plätzchen organisiert.  Joachim haben ein paar Verwirrte von uns kennen gelernt, als sie mit den Mopeds über’s Timmelsjoch (2509m) und ähnlich kleine Maulwurfshügel zum Gardasee unterwegs waren. Der Joachim war mit einem großen Bike unterwegs, aber unser Treffen hat ihm so gut gefallen, dass er im nächsten Jahr mit seiner Kreidler Flory kommen will. Bisher steht die Flory noch fast vergessen in seiner Garage. Für Bekehrte gibt’s eben Schlafsack und Platz satt. 

Wir konnten alle ruhig am Feuer sitzen, Geschichten und Geschichten zum Besten geben und sonstigen Bullshit unter’s Volk bringen. Irgendwann ging uns das Bier aus und es reichte uns auch! Zufrieden krabbelten wir in unsere Schlafsäcke. Was für ein Tag!

Sonntag – Abbau

Trotz schlechter Prognosen (ohne den Kachelmann hatten’s die Wetterheiligen mal wieder versemmelt), schien schon am Morgen die Sonne. Die Wirtin vom SSV-Heim spendierte für alle Übernachtungsgäste kostenlos Frühstück, bzw. eher Mittagsfrühstück. Nach der Verabschiedungsparty machten wir uns daran, unseren ganzen Plunder wieder abzubauen;, um heim zu kommen. Am frühen Nachmittag schlugen wir schon auf dem heimischen Sofa auf und träumen seither vom Treffen 2011. 

 

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