„Ladies and Gentlemen: Welcome back to the show, that never ends! It is the same procedure as every year!“

Dies so als kleine Ansprache für Euch und zur Einstimmung der Ereignisse zum Schluchten-Flitzer-Treffen 2011.

Wie immer gleich, wurden 14 Tage vorher alle Wetterprognosen studiert, die sich täglich wieder änderten und einen in den Wahnsinn treiben konnten.

Also trafen wir uns am Freitag zur Mittagsstunde am SSV-Heim, um die Aufbauarbeiten zu organisieren; mit einem affengeilen Wetterbericht in der Tasche (Mittwoch und Donnerstag hatte sich die Wettervorhersage wieder für uns gedreht.)

Für Freitag hatten die Wetterfrösche teilweise leichten Regen prognostiziert und somit fing es pünktlich um 12.30 Uhr zu regnen an. Ein Gewitter brach über uns herein, das heftig daherkam und das Wasser stürzte gleich einem Wasserfall unaufhaltsam über die Dachrinne hinweg Richtung Erde. Vielleicht war auch einfach nur das Fassungsvermögen der Dachrinne am Heim zu klein….

Mittendrin schlug noch ein Blitz in die Stromversorgung ein und damit war die ganze Hütte eine Weile ohne Strom und Telefon.

Nach 2 1/2 Std. Langeweile und Nasenbohren war der Spuk vorbei und wir konnten endlich unseren ganzen Krempel ausladen und Gas geben. Es war unendlich viel Plunder, den wir diesmal zum Aufbau zur Verfügung hatten.

(bei Peter und Helmut ist es zwecklos daheim einzubrechen, wenn das jährliche Schluchten-Flitzer-Treffen stattfindet, weil sie ihren kompletten Hausstand immer mit dabei haben!)

Das Mofa-Roulette musste auf dem Rübenacker (Sportplatz) aufgestellt werden, damit die Laufbahn waagerecht war; Zelte, die wir nie hatten, mussten aufgebaut werden und natürlich waren die Aufbaupläne auch nicht vorhanden und es durfte gerätselt werden, wie der ganze Bullshit zusammenpassen sollte.

Die Musikanlage musste installiert werden, alle Hinweisschilder angebracht werden, die Ausfahrt nochmal abgedüst werden, Pinnwände waren noch aufzustellen, u.s.w., u.s.w….

Aber irgendwie und sowieso brachten wir es zustande, gegen 18.30 Uhr alles, fertig zu haben. Peter schnappte sich sein Mikro und feuerte Rudi an, die erste Runde Mofa-Roulette zu starten.

Peter erklärte die heutigen Spielregeln. Er meinte, der Verlierer sollte dem Gewinner eine Maß Goaß spendieren. Flugs waren alle Zahlen besetzt, Rudi warf die Karre an (Puch Maxi Mofa und natürlich mit 70 ccm ausgestattet) schloß das Kunststoffabsperrventil und die Mühle knatterte los, drehte Runde um Runde und blieb bei Nr. 1 unter lautstarkem Gelächter und Gejohle stehen.

Danke Peter! Für die erste Maß!

Auf diese Art wurde so nach und nach so manche Maß unters Volk geschmissen.

Am frühen Abend waren schon etliche Freunde eingetrudelt, wie etwa die falschen 50-iger aus BB bzw. Calw. Mathias mit zwei Freunden aus Krefeld und Duisburg (alle auf eigener Achse angereist), die schon zum Inventar gehörende Truppe aus Gaimersheim und sogar Robertaa Häubel, ein Stock-Car-Kollege von unserem Helmut, der einen Zwischenstop auf dem Weg zum nächsten Rennen bei uns einlegte.

So wurde der erste Abend schon ein lustiger und gemütlicher Abend, Stimmung und Leute allerbester Dinge. Aber je später es wurde, umso mehr fehlten noch die „Höllen-50-iger“ aus Karlsruhe. Der Chef der Klapsmühle aus SOB versuchte x-mal den Andy auf dem Handy zu erreichen, aber es ging immer nur der Blechdepp dran. Erst gegen 2.00 Uhr und einige pennten schon, hörten wir vom Lagerfeuer aus, wie die Stille der Nacht durch ein uns sehr vertrautes Knattern unterbrochen wurde. Die „Höllen 50-er“ kamen an. Andy erklärte uns, dass seine Freundin im Begleitfahrzeug mit Anhänger für ihr Mofa eine Strasse zu früh abgebogen sei und nun im Acker festhinge. Schon über eine Stunde hatten sie erfolglos versucht, die Karre aus dem Dreck zu ziehen und Andy bat uns, den Anhänger zu holen. Seinen Golf könnten wir am nächsten Morgen bergen.

Andy konnte ja nicht wissen, dass Helmut und Robertaa zusammen über 50 Jahre Stock-Car Erfahrung verfügen und genau wissen, wie man eine Karre aus Schlammwüsten und Wasserpfützen befreit.

Andy, Robertaa, Peter und Helmut sprangen in Helmuts Transit, fuhren in besagten Feldweg und brachten erstmal fachgerecht das Abschleppseil am Golf an. Robertaa stieg in den Golf und trotz der Bemühungen aller anderen Beteiligten ging dann gar nichts. Der Golf bewegte sich kein Stück! Robertaa hatte vergessen, die Handbremse zu lösen, den Motor zu starten und den Gang einzulegen. Vielleicht wollte er es aber auch nur spannend machen

Im zweiten Versuch ging es dann Ruck-Zuck, die Karre wurde unter lautem Gebrüll von Helmuts Transit aus dem Dreck gezogen, abgehängt und geschwind zum SSV-Heim gebracht. Endlich konnten wir mit unseren Freunden ein paar Feierabendhalbe leeren, um dann müde, aber hochzufrieden in unseren Pennhüllen zu krabbeln.

Am Samstagfrüh, pünktlich um 8.00 Uhr kam unser Elvis (Klaus Behrend) auf seiner Kreidler mit Radio und Kassettenteil, machte wie immer mächtig Sound und scheuchte auch den letzten Penner aus dem Schlafsack.

Es kamen Mopeds und Mopeds und noch mehr Mopeds, der helle Wahnsinn! Bei gutem Wetter hatten wir gehofft, so an die 300 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Aber es wurden ca. 350 Verrückte, die am Schluchten-Flitzer-Treffen bei uns teilnehmen wollten. Wir staunten und freuten uns riesig.

Trotz der Zeltverschiebung hatten wir kaum noch Platz für weitere Zelte und Mopeds. Es war unglaublich!

Alle waren gut drauf und zufrieden. Es wurde Mofa-Roulette gespielt (die Idee dazu hatte unser Rudolf Seitz), die Pinnwände wurden studiert und alte Fahrschulgeschichten wurden ausgetauscht. Mit der Geschwindigkeitsmessung beim Fußball hatten nicht nur die Kids ihre Freude, auch die ‚Großen‘ hatten ihren Spaß dabei. Gewinner wurde DJ TOM PFITZNER(und das ohne Doping).

Um kurz vor 14.00 Uhr kam es zum Höhepunkt des Treffens.

Der Beginn der Ausfahrt Richtung Rathaus SOB wurde angepfiffen. Ca. 350 Kisten, da fehlten uns die Worte; als wir gebannt auf die blaue Zweitakt-Wolke ‚that never ends‘ schauten.

Der Rathausplatz platzte aus allen Nähten, bei strahlend blauen Himmel und 26 Grad auf dem Thermometer – ein Traum für alle die dabei waren.

Bei der Ausfahrt haben sich einige wenige verfahren, aber das Ganze ging unfallfrei vonstatten.

Danke an Euch, fahrt auch 2012 so umsichtig! Unser Pannendienst war sehr zufrieden mit Euch, wir hatten nur 2x einen Einsatz; Rost im Tank und eine gebrochene Schaltung Matte vom ‚Höllen-50iger. Das konnte unser Alfred noch am selben Tag wieder reparieren und er konnte auf eigener Achse nach Hause fahren.

Am Abend erfolgte die affengeile Mopedversteigerung und das bedeutet Spaß pur. Der Neumeier Jimmy glaubte wohl, wenn er alle Mopeds ersteigert, gibt‘s die Wally noch obendrauf. Danke Dir Jimmy, daß Du die Gaudi und die Show mitgemacht hast!

Und zur Feier des Abends spedierten die falschen 50iger 3 echte 50iger in Worten Hundertfünfzig Euros, für die Schrobenhausener Kinder. Vielen Herzlichen Dank.

Es war wie im Traum, so wie der Abend ablief, alles bestens, DJ Tom rockte vom Feinsten, der arme Kerl konnte von seinem Zelt aus gar nicht alle Tanzenden überblicken. Natürlich lauschten andere den Klängen am Lagerfeuer und ließen den Abend auf diese Weise ausklingen.

Irgendwann, als DJ Tom Feierabend machen wollte, spielte er als letzten Song :’Child in time‘ – the story about a loser.

Loser waren allerdings nur die, welche beim diesjährigen Treffen nicht dabei waren! !!!!!

Nur: irgendwann ist halt jede Party zu Ende und wir mussten mit einer dicken Träne im Auge unsere Freunde am Sonntag verabschieden…

….but the show must go on at 01.09.2012

 

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