Zuerst möchten sich die Schluchtenflitzer SOB bei allen bedanken, die den Weg zu uns gefunden haben, obwohl das Wetter nicht ganz so prima gewesen ist im letzten Jahr. Leute, das war echt traumhaft, trotz Mistwetter und es kamen 300 (!) Mopeds! So viele neue Gesichter und Gangs, das war der Hammer! Wir hatten doch große Sorgen im Hinblick aufs Wetter. Dachten, wenns bloss noch regnet und ungemütlich kalt ist, dann kommen vielleicht 40-59 Mopeds.

Ja, wenns wirklich so käme und es nur ‚pisst‘, bräuchten wir mehr Zelte, damit wenigstens alle im Trockenen feiern könnten. Prompt stellten uns die WFW ein Zelt zur Verfügung und der Zeltverleih Benedikt Wirsing SOB gab uns ein nagelneues Zelt kostenlos zum Abfeiern. Wahnsinn! Natürlich möchten wir bei dieser Gelegenheitmal unsere Crew vom Abschleppdienst öffentlich hoch leben lassen. Thanks to: -Nissan Krammer SOB, 2 Fahrzeuge und Fahrer, mitsamt Senior-Chef -VW Schüchel Edelshausen, Werkstattwagen -Fahrschule Ettinger Hohenwart, Anhänger Nicht zuletzt sagen wir herzlich Merci ans Stadtmarketing SOB, die mit Herz und Verstand dafür gesorgt haben, dass die Veranstaltung nun Offiziell ist, das heißt überlebensfähig gemacht wurde. And now: New Old Bullshit from the ‚Dirty OLD MAN‘ Jessas, was haben wir geflucht, die ganze Woche über des Scheiß-Drecks-Wetter. Keiner wollte so recht glauben, dass es am Samstag sooo ‚bescheiden‘ wird. Gehofft und gebangt haben wir, dem Wetterbericht nicht zu glauben. Wie fast schon üblich, haben wir dann am Freitagnachmittag bei Regen den ganzen ‚Schlitterputz‘ zum SSV-Heim gekarrt. Zuerst haben wir einen Pavillon aufgestellt, damit wir wenigstens eine trockene Stelle hatten, unter der wir geschützt den ganzen Krempel sortieren und entwurschteln konnten. Irgendwie und sowieso kämpften wir uns durch das ganze Chaos, brachten Zelt für Zelt zum Stehen und brachten die Deko an. Zwischendurch gabs ‚Regenpausen‘ mit Bier und Kippen. Helmut und Peter waren aber auch diesmal unerbittlich. Sie brachten immer weiter den ganzen Plunder an, den der Rest der Truppe gleichmäßig und zur Zufriedenheit aller zu verteilen hatte. Kaum waren wir so ‚halbscharig‘ fertig, als schon die ersten durstigen Seelen anrückten.

Ganz wie üblich handelte es sich dabei um die ‚Falschen 50-iger‘, die ‚Ü 50‘ Fraktion aus Gaimersheim. Alfred H. und sein Neffe aus dem Ösiland schlugen auf, sowie unser ‚Weltreisender‘ Mathias D. aus Krefeld, samt Walter aus Duisburg. Beide auf ihren Feuerstühlen. Heldenhaft waren sie schon seit Donnerstag um 6.00 Uhr morgens unterwegs! Sogar ein Pärchen von der Kreidler IG Ortmann fuhr schon am späten Freitagnachmittag vor. Helmuts ‚Lieblings-Robertaaa‘ trudelte zuverlässig ein. Und gegen 23.00 Uhr bretterten Andy und Kim von den ‚Höllentigern‘ aus Karlsruhe vor. Wir staunten Bauklötze, hier gibt es einen neuen Streckenrekord von 7 Std. zu verkünden! So früh waren die noch nie da. Bald hätte ich die Freaks aus Neumarkt, mit ihrem Gespann vergessen. An alle die ich vergessen habe, sorry Leute, bin halt auch schon ein oider Depp und habe Alzheimer. Gemütlich konnten wir uns nun die Bierbäuche vollfuttern und gaaanz relaxed ein kleines Lagerfeuer entzünden. Na ja, das Lagerfeuer war zwar klein, aber wir harrten bis um 5.00 Uhr in der Frühe aus. Wir mussten uns in unsere Schlafsäcke zwingen. Alle sollten ja am Samstag fit sein! Punkt 7.00 Uhr ging‘s schon wieder weiter. Helmuts Notrufhandy schepperte andauernd, mit unnötigen Fragen wie: -Findet das Treffen statt bei diesem Wetter? -Wird es auf nächste Woche verschoben? -Wie ist das Wetter in SOB, soll doch eigentlich ganz gut werden? Solche unnötigen Anrufe am Notruftelefon, Solche Anrufe treiben uns in den Wahnsinn!! Ein Notruf ist: -Das Moped streikt auf dem Weg zum Treffen. -Polizei filzt die Mopedfahrer! -Bier ist alle! Alles klar? Das sind Notrufe!

Ein für alle Mal: Das Treffen wird niemals verschoben oder abgesagt, bei 30 Grad plus oder bei 30 Grad Minustemperaturen! Sollte es regnen oder schneien, egal, es wird gefeiert! Ende dieser Durchsage! Viel zu schnell war Samstagmorgen. Alle hatten beim Schlafen 2,3 Gänge hochgeschaltet und so brauchten sich die Jungs nur einmal kurz schütteln und waren wieder fit und einsatzbereit. Das war auch dringend nötig. Bis Mittag düsten 300 Mopeds an! Ein kräftiges Prost auf ‚all good old friends‘! Und an alle, die Zuhause geblieben sind: Ärgert Euch ruhig! Jeder war gut drauf, es wurde mächtig viel geplaudert, gelacht, Mofa Roulette gespielt (habt Ihr gesehen, wie fachmännisch Alfred und Werner T. es neu aufgebaut haben? Weltbest die Beiden!), 11-Meter geschossen und vor allem 2-Takt-Duft gelebt! Pünktlich traf auch unser Schirmherr, der 1. Bürgermeister von SOB, Dr. Karl-Heinz Stephan ein, bekannt auch als unser Charly. Für ihn restaurierten Herbert G. und da ‚Hax‘ extra das alte Stadtmofa. Dieses Sondermodell stand etwa 10-12 Jahre in der städtischen Kläranlage in der Garage (immerhin). Jetzt konnte Charly an der Ausfahrt teilnehmen und er hat‘s klasse gemeistert! Aus eigener Tasche spendierte er 50,- € für unseren Spendentopf 2012. Dieses Jahr ging der Erlös von 1435,-€ (!) an die Verkehrswacht SOB. 5 neue Drahtesel konnten auf diese Weise ersteigert oder repariert werden. Benachteiligte Kids aus SOB sind hier die wahren Gewinner. Da sind die 1435,-€, die wir gesammelt haben, super Gut angelegt. Um 14.00 Uhr gab Peter das Startsignal zum Höhepunkt des Treffens, dem Sturm des Rathausplatzes! Selbstverständlich durfte unser Bürgermeister die ganze Meute anführen, schließlich musste er ja von Amtswegen wissen, wo der Rathausplatz zu finden ist. Freunde, die Ausfahrt, also den Rathausplatz zum Beben zu bringen, das ist unser Highlight! Allerdings vermissten einige am Rathausplatz unseren ‚Elvis‘ Klaus Behrend mit seiner Rock ‘n Roll Kiste. Zu Eurer Beruhigung: Elvis lebt! Klaus hatte sich ein neues Moped restauriert. Leider noch ohne Kassettenrekorder mit Batteriebetrieb. Lieber Klaus, bastle mal im Winter, wir brauchen Rock ‘n Roll! Aber das Wichtigste: Habt Ihr seinen neuen Sturzhelm(Foto 1), bzw. sein Moped gesehen? Da fehlen uns die Worte! Klaus macht immer Prima Werbung für unser Treffen. Dem gibst du ein paar Flyer, die sogar noch eingeschweißt werden und Schwupps geht es mit dem ‚Schluchtenflitzer SOB-Helm‘ und weiteren Flyern nach Regensburg, Straubing und in die ganze Welt. Einfach gut!

Auch ohne musikalische Untermalung wurden die 3 Gruppen nacheinander auf die Reise geschickt. Die beiden Werners führten die Mopeds an, Thomas L. die Mokicks und Stephan S. die Mofas. Helmut S. machte bei den Mofas das Schlusslicht und dann kam es, wie es kommen musste: Unser Helmut hatte ja auf dem Treffen 2011 eine Mars Monza ergattert und nach reichlich Alkoholmissbrauch vollmundig verkündet, mit dieser Kiste werde er am Treffen 2012 teilnehmen. Bei seiner Ankündigung erntete er allenthalben nur Gelächter. Die Karre hatte Zustand 5- und ein jeder weiß, der Helmut hat eh für nix Zeit. Sollte Helmut mal nicht zu 120% ausgelastet sein, hat er höchstens Zeit für: -das Leeren unschuldiger Bierflaschen -Organisation und Werbung fürs nächste Treffen -Flüche über einen Münchner Fußballverein Entgegen allen Erwartungen hatte Helmut es allerdings doch geschafft, die Mars in den Zustand 1+ zu bringen. Unterstützt bei seinem Projekt wurde er von Erich K. und Paul S.. Da reichte die Zeit sogar noch für eine Probefahrt von Werkstatt bis Hoftor (20m). Das musste reichen, alles andere wäre reine Zeitverschwendung gewesen. Das Moped wurde per Anhänger ans SSV-Heim geliefert und langer Rede, kurzer Sinn: Auf der Ausfahrt streikte die Mars und unsere ‚Lichtgestalt‘ blieb auf der Strecke. Für diesen Fall gibt es ja einen Abschleppdienst, prima Idee, von Helmut selbst entwickelt; aber ausgerechnet der Abschleppdienst war bestückt mit Helmuts eigenem Notrufhandy. Unsere ‚Gestalt des Lichtes‘ stand als Schlusslicht ohne Handy da! Unter übelsten Flüchen und am Rande des Kreislaufkollaps musste Helmut die Mars bis ins nächste Dorf schieben (50m). Er erspähte ein Haus mit der Flagge des richtigen Münchner Fußballvereins. Ausgepowert, ausgezehrt, halb verdurstet und mit allerletzter Kraft bat er um Hilfe, erklärte sein Dilemma und durfte sofort telefonieren.

Nach einer Weile (inzwischen waren schon 3 weitere Mopeds liegen geblieben) kam der ‚Nissan Kramer‘ persönlich und schleppte den armen Helmut mit breitem Lächeln im Gesicht ab. Das Moped wurde gleich nach Hause gebracht (Service!) und der zu ¾ verdurstete Helmut gleich an die Getränkequelle zurück ins Heim. Kurz darauf erreichte uns eine schlimme Nachricht: Auf der Ausfahrt hat es bei den Mopeds einen schweren Sturz gegeben. Der Schmidi erklärte uns, den Jakob G hat es erwischt. Schulterbruch! Seinem Junior, der als Sozius mitgefahren ist, sei aber nichts passiert. Also Glück im Unglück! Alles Gute Jakob von uns allen! Hier eine Botschaft an Euch alle und eine große Bitte, gültig für alle Zeiten: Wir machen eine Ausfahrt zum Spaß! Nur Gaudi und Umgesehen zu werden! Wer dabei langsamer fährt, ist länger im Bild. Wir veranstalten kein Wettrennen. Seids so gut und denkt 2013 daran und fahrt sozial. Nachdem wir die schlechte Nachricht vom Unfall ‚a bisserl‘ verdaut hatten, musste das Treffen ja weitergehen. Also stand als Nächstes ‚Speed King‘ auf dem Programm. Richard R. von der Hercules I.G. hatte die blendende Idee dazu. Beim ‚Speed King‘ geht es allein darum, den geschicktesten Fahrer beim Langsam fahren zu finden. Um so eine Idee richtig anzupreisen, braucht es einen guten Namen, eben ‚Speed King‘ und das hat sich als Treffer herausgestellt. Schon im Vorfeld bekamen wir Anfragen, wie lang die zu fahrende Strecke sei, damit ein jeder die richtige Maschine, bzw. die richtige Übersetzung dabei hatte. Zu unserer großen Überraschung wurde das ganze selbst noch am späten Nachmittag sehr gut angenommen. Besonders die jungen Mofafahrer entwickelten viel Ehrgeiz. Es machte uns allen mächtig viel Spaß. Am meisten fühlte sich Roland R. von den ‚Falschen 50-igern‘ herausgefordert. Nachdem er schon 2x gescheitert war, ging sein Boxerherz (er fuhr früher mal VW-Käfer) mit ihm durch. In der Annahme, in Motorradkluft habe er zu wenig Gefühl fürs Moped, fuhr Roland R. allein in seinen Unterhosen (Boxershorts waren leider nicht zur Hand) auf der Jagd nach der Bestzeit. Hat zwar nix geholfen, war aber ein Superanblick. ‚Best of Show‘. Merci Roland!

Irgendwann hat Peter den ‚Speed King‘ Contest abbrechen müssen, sozusagen ‚time is running out‘. Schließlich stand noch die Versteigerung an. Wir hatten sage und schreibe 6 Kisten zu versteigern! Wir hatten echt gute Teile zum Versteigern. Zwei Kisten hatte uns Tom P. geschenkt. Alfred Werner T. und Herbert steckten sehr viel Arbeit und eine Menge Zeit in die Maschinen. Weiterhin gab es ein Bonanza-Rad, eine nagelneue BMW-Motorradjacke aus den 80-er Jahren von Richard R. und einen Fahrradständer vom Behr Edi (es war nicht sein Letzter, er hat noch mehr davon zu verkaufen). Peter hatte zwar Frack und Zylinder daheim gelassen, aber Stefan K. sorgte liebevoll für ein angemessenes Auftreten. Kurzerhand ’schraubte‘ er dem Peter seinen Oktoberfesthut auf den Kopf und ab ging die Post. Peter brachte das ganze Zeug unters Volk. Geschafft! Endlich konnten es sich alle gemütlich machen und ein paar Halbe aufreißen, um gaaanz entspannt den Abend zu genießen. Den ganzen Abend wurde prächtig gefeiert, die Mopeds wurden immer schneller in den Jugenderinnerungen der ‚old boys‘ und das Lagerfeuer loderte und knisterte gemütlich vor sich hin. Irgendwann zur späten Stunde hatte jemand die Idee, eine Life-Musi müsse her. Tolle Idee! Und kein Problem. Stefan K. ging los, ohne mit der Wimper zucken; kramte eine Klampfe plus Batteriebetriebenen Mickey-Mouse-Verstärker aus dem Kofferraum seines Wagens, stöpselte das Ganze irgendwie zusammen und machte ein paar Sound-Checks. Er drehte schwungvoll an den Knöpfen und schon knallte uns mit Vollgas Deep Purples ‚Woman from Tokyo‘ um die Ohren. Schön brutal verbog es uns die Lauscher und Stefan klampfte ein Riff nach dem anderen durch. Vor allem ‚Great Songs‘ aus den 70-er und 80-er Jahren.

Die Meute versuchte so gut es eben ging, alle Texte mitzugröhlen. Das klappte halbwegs bei ‚Highway to Hell‘ und ‚Smoke on the Water‘. Gegen Morgengrauen hörte sich das noch einigermaßen akzeptabel an, aber bald fehlten uns schon die richtigen Texte, bzw. die richtigen Worte. Uhrzeit und steigender Alkoholkonsum trugen ein ganz klein wenig zu unserer Textunsicherheit bei. Thanks for the Music Stefan! Nachdem die letzten Klänge verstummt waren, dauerte es nicht allzu lange und der Nebel (Smoke) lag über dem Schrobenhausener Land. Die Sonne (The Fine in the Sky) blinzelte schon am Himmel durch, als die letzten Helden beschlossen, ihre Schlafsäcke aufzusuchen. Nicht lange danach und unsere Wirtin war schon dabei, das Gratis-Frühstück für Euch alle vorzubereiten. Alle nahmen das Frühstück gerne und dankbar an, nur unserem Mande muss mal Folgendes gesagt sein: 10-15 halbe Bier am Samstag, am Sonntagmorgen schon 5-6 Wurstsemmeln, da wird die Waage am Montag nix Gutes sprechen. Lieber Mande, Abnehmen ist das billigste Moped Tuning und nebenbei ist es auch noch ebenso gut für die Gesundheit! Nachdem wir alle mehr oder weniger wieder gut gestärkt waren, mussten wir uns voneinander verabschieden.

Leider. Aber keine Sorge, am 30.08.13 heißt es wieder: ‚It’s Show-Time, please come and stay!‘ Schluchtenflitzer SOB 2013

PS:Sendet Eure Bilder an lichtgestalt.helmut@web.de oder  peternitschmann@vodafone.de Nur Fotos mit Betreff Nostalgie.

 

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