Heiße Tage und coole Typen!!!

10-tes Schluchtenflitzer-Treffen am 02.09. und 03.09.2016

Wo wird der Wahnsinn einmal enden? Man weiß ja nie, war das hier etwa schon der Höhepunkt der gesamten Ära oder geht unsere Erfolgsstory noch weiter und wie geht es dann weiter?

Wie lange können die Schluchtenflitzer ihre Motivation noch hoch halten? Spielt das Wetter mit?

Was sagen die Behörden in Zukunft und wie viele coole Mopedfahrer gibt es überhaupt noch? Nun, das wird uns die Zukunft bringen!

Das 2-tägige Treffen zum 10-ten Jahr brachte eine Menge Arbeit für die Jungens, die sich wirklich mächtig ins Zeug legten um den ganzen Bullshit vorzubereiten und aufzubauen. Bei Super-Wetter ging die Sache dann aber glatt über die Bühne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag, da lief alles prima ab und die Jungens schafften es, den straffen Zeitplan einzuhalten.

Ab Freitagnachmittag trudelten Mopeds über Mopeds ein. Rüdiger Nüchtern (der Erfinder des

Schluchtenflitzer-Films) brauste mit seinem Porsche Cayenne vor und wollte seinen angestammten Platz auf dem Fußballfeld einnehmen. Mit seinem 2,504 Tonnen Vehikel (Angaben laut Porsche) nahm er eine Abkürzung zum Sportplatz über den angrenzenden Erdwall. Aus dem  Stand gab er mächtig Gas, düste von der Straße Richtung Erdwall, kletterte hoch. Dabei ragte der Vorbau des Fahrzeugs in die Höhe, die Wagenmitte schlug auf der Böschungskante auf, die Hinterräder drehten durch und eine riesige Staubwolke stieg dabei auf. (Porsche hat die

Antriebsachsverteilung bei normaler Fahrt mit 38 zu 62 an der Hinterachse angegeben. In diesem Fall handelte es sich aber wohl eher um 100%). Die Kiste wackelte, schaukelte, neigte sich bedrohlich zur Seite und alle, die das Spektakel miterlebt haben, konnten es kaum glauben: Die Karre schaffte das mit Leichtigkeit und kam unbeschadet und easy auf dem Sportplatz an.  Der Rüdiger stieg locker aus und meinte lapidar:“Jetzt sind mir doch glatt die Hinterräder durchgedreht!“ Cooler Typ!

Sprachs und lud seine Biertischgarnitur aus, die er kreuz und quer in seine Karre verladen hatte (einfach reingeschmissen!) und schlecht gesichert (wohl vergessen!), als wäre nix gewesen!

So konnte die Party bei strahlendem Sonnenschein durchstarten. Die Moped-Games zur Volksbelustigung begannen:

-Kennzeichenwechsel-Wettbewerb

Gewinner:  Roland Reinhardt (Falsche 50iger)

-Speed King

Gewinner: Markus Jeske SF SOB

-Mofa-Roulette

Gewinner: Mehrere

Zum Höhepunkt des Abends erklärte uns Rüdiger noch, wie er auf den Namen ‚Schluchtenflitzer‘ gekommen war. Es war der Kosename von Andys Moped aus dem Film. Wer hätte das gedacht? Und eine weitere Erinnerung teilte Rüdiger mit uns. Z.B. das es schwieriger war, die Kreidler auf den Baum zu hieven, als sie einfach so runter plumpsen zu lassen. Und vor allem die Kunst dabei, das das Schätzchen dabei nicht zu Schrott wurde. Die Karre landete zuerst auf einer Fuhre Stroh (ein Bauer kam gerade mit einer Fuhre vorbei und wurde schnell mit verpflichtet). Der restliche Fall von ca. 1 m wurde einfach Filmtechnisch zusammen geschnitten und fertig!

Über den Andy erzählte er uns, das er ein Klasse-Mopedfahrer war und ein Schrauber, der alles selbst machte. Cooler Typ!

Dann konnten sich alle völlig relaxed unseren Kult-Film ansehen, um anschließend am Lagerfeuer den Tag langsam zu beschließen.

Am Samstagmorgen strahlte der Planet hell und begrüßte die Ankommenden und die verkaterten Jungens ebenso, die langsam aus ihren Zelten und Wohnmobilen um die Wette krochen. Der Platz fühlte sich mit gut 800 Mopeds, recht viel und mehr ging fast nicht mehr.  So konnte gegen 13.00 Uhr mit dem Höhepunkt der Veranstaltung dem ‚Sturm auf den Rathausplatz‘ begonnen werden.

Die ersten Hurenböcke streikten wie üblich schon nach ein paar 100 Metern, aber die Besitzer mussten ja nicht lange in der Hitze brüten, der Abschleppdienst war ja schon zur Stelle.

Nichts desto trotz füllte sich der Rathausplatz bis zum Bersten. Der Schirmherr und Bürgermeister wurde aufgefordert seine ‚Pommes-Bude‘ (eben das Rathaus) abzureißen, damit im Jahr 2017 mehr Platz für die aufkommenden Mopeds da ist. Der Abriss der ‚Frittenbude‘ wird in Schrobenhausen schon lange gefordert, weil’s so hässlich ist.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto konnte die Ausfahrt weiter gehen. Fragt lieber nicht, wie viel Mühe und Arbeit es den Peter, Url und Helmut gekostet hat.

Aber hier auch mal ein großes Lob an Euch! Alle fuhren einigermaßen zivilisiert und es ist nix passiert.

‚So können wir es in 2017 wieder machen!‘ O-Ton K. von Redwitzer, Polizei-Häuptling aus Schrobenhausen.

Also verhaltet Euch auch 2017 so wie 2016!

Als dann alle von der Hitze geschwächt und vom Durst geplagt ins Gelände zurück gekehrt waren, stand bald die Verlosung auf dem Plan. Da nahm der tägliche Wahnsinn seinen Lauf und die beiden Hauptpreise gingen an zwei bekannte Gesichter.

1.Preis: Marcus, Präsi Kreidler, IG Ortenau

  1. Preis: Frank G., Chef Prüf. Ing. TÜV, Schrobenhausen

Der Frank hatte ja den 1. Preis ,die Kreidler im Vorhinein persönlich TÜV – mäßig abgenommen und wurde dann doch noch von unserem Helmut genötigt, doch noch ein Los zu kaufen, was er dann auch widerwillig tat. Und dann das! Gewann den 2.Preis  gleich selbst. Ohne Worte!

Zur Feier des Tages konnte 2016 auch wieder eine Band live on stage verpflichtet werden, Free Beer. Die Jungens bzw. die älteste ‚Boy Group‘ der Welt, wie sie selbst von sich behaupten, hatten die ganze Bandbreite drauf. Beatles, Stones, Pink Floyd, Deep Purple, Thinn Lizzy etc. und rock ten 2 3/4 Stunden. Coole Typen!

Später war nur noch Party angesagt und wenn’s zu kalt wurde, gab’s ja noch das große Lagerfeuer, wie üblich. Und das weit über’s Morgengrauen hinaus.

Also sagen wir es mit Thinn Lizzy: BOYS ARE BACK IN TOWN at 02.09.2017

 

 

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